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Bucher, Hans-Jürgen 1993: Geladene Fragen. Zur Dialoganalyse in Fernsehinterviews mit Politikern. In: Löffler, Heinrich von (Ed.), Dialoganalyse IV. Arbeitstagung Basel 1992, Teil 2. 97-107. Tübingen. Onlinepublikation: www.medien-
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Geladene Fragen

Zur Dialogdynamik in politischen Fernsehinterviews

Fragen - die Macht der Journalisten

Angenommen, ein Journalist will einen Sprachwissenschaftler über geladene Fragen interviewen. Er würde vermutlich mit einer Frage der folgende Art einsteigen:

"Die Linguistik beschäftigt sich ja schon seit einigen Jahren mit Gesprächen im Fernsehen. Herausgekommen ist dabei allerdings, zumindest für die Praktiker nicht besonders viel. Sind die geladenen Fragen nun etwa der letzte Schrei aus dem linguistischen Elfenbeinturm?"

In Alltagsgesprächen würde man sich solche Fragestellungen vermutlich nicht gefallen lassen. In Fernsehgesprächen sind sie jedoch ein Standardmuster der Interviewführung. "Die Macht des Journalisten", läßt Milan Kundera in seinem Roman "Die Unsterblichkeit" einen der Protagonisten sagen, "die Macht des Journalisten beruht nicht auf seinem Recht, Fragen zu stellen, sondern auf seinem Recht, eine Antwort zu verlangen". Er kann seinen Gesprächspartner deshalb einem, wie Kundera es nennt, "11. Gebot" unterwerfen: "Antworte und sag die Wahrheit".

Es ist verschiedentlich daraufhingewiesen worden, daß Mediengespräche eine eigene Wirklichkeit haben, daß sie nach eigenen Regeln und Prinzipien verlaufen. Die geladenen Fragen sind ein Indiz für diese These. Sie stellen eine Kommunikationsform dar, in der sich in besonderer Weise die institutionellen Bedingungen und Auflagen der Medienkommunikation niederschlagen.

Was macht Fragen zu geladenen Fragen?

Gegen den Terminus "geladene Frage" könnte man einwendet, daß doch alle Frage geladen sind, da mit jeder bestimmte Voraussetzungen gemacht werden. Bereits mit der Fragen "Fährt Karlchen Roller?" setze ich voraus, daß es Karlchen gibt und er möglicherweise Roller fährt, daß der Gefragte die Antwort kennen kann, daß die Frage beantwortbar ist, oder daß der Gefragte gewillt und in der Lage ist, eine Antwort zu geben. Die Art von Ladung bei Fragehandlungen, um die es mir geht, beruht zwar auf solchen Voraussetzungen, geht jedoch in verschiedener Hinsicht über diese hinaus. Das läßt sich an den Dialogausschnitten (1) und (2) demonstrieren.

Beispiel 1: ARD: "Bonner Runde" 20. März 1988
E. D. Lueg; H. Kohl (CDU); J. Vogel (SPD); M. Bangemann (FDP); J. Dithfurt (GRÜNE)

Lueg:

Ein interessantes Ergebnis, Herr Dr. Kohl. Vielleicht auch ein zwiespältiges für Sie, werden wir sehen. Ist Ihnen, dem Bundesvorsitzenden, mit dem erfolgreichen baden-württembergischen Ministerpräsidenten, er hats ja.. es hat ja geklappt bei ihm, nicht ein sehr ernstzunehmender Konkurrent erwachsen, einer, der seine eigenwillige Politik auch in die Bonner Domäne hineintragen könnte?

Kohl:

Herr Lueg, das mag sein, daß Sie das gerne so hätten/

Lueg:

Ja ich hätte auch gern, ich hätte auch gerne eine Antwort darauf

Kohl:

Aber der Parteivorsitzende ich will eben grad mal ihre Frage be- antworten. Wir sind ja hier, um unsere Meinung zu sagen und nicht abgefra/

Lueg:

und
um Fragen zu beantworten.

Kohl:

(nickt) und nicht abgefragt zu werden. Ja. Erstens einmal: Das Wahlergebnis ist ein großartiges Ergebnis für Lothar Späth. Er hat es verdient, er hat eine großartige Politik in diesen Jahren gemacht (...)

Beispiel 2: ZDF: "Was nun, Herr Geißler?", 23. Juni 1988
Streitgespräch H. Geißler (CDU); G. Schröder (SPD)

Schröder:

Ich hab ne ganz einfache Frage: Macht es Ihnen eigentlich Spaß, für einen Kanzler zur arbeiten, den Sie im Grunde nicht wollen und vor allen Dingen auch, der Sie nicht will?

Geißler:

Also in der Frage sind zwei falsche Unterstellungen, deswegen kann man auf eine doppelt falsche Frage ja eigentlich, äh, gar keine sinnvolle Antwort geben.

  1. Wie die Entgegnungen zeigen, enthalten geladene Fragen Voraussetzungen, die für den Gefragten unangenehm und unakzeptabel sind. Sie sind vielfach imagebedrohend und zwingen den Gefragten schon deswegen zu einer Entgegnung, mit der er auf diese Voraussetzungen Bezug nimmt.
  2. Egal wie der Gefragte antwortet, er kann den Voraussetzungen in geladenen Fragen nicht entgehen. Würde Geißler die Fragen von Schröder in Beispiel 2 mit Ja oder mit Nein beantworten, er hätte in jedem Fall die Vorausetzungen Schröders akzeptiert, nämlich daß Kohl Geißler nicht will und umgekehrt. Erst als Schröder später im Gespräch die Frage in modifizierter Form als nicht-geladene Frage wiederholt kann Geißler locker mit "Natürlich macht's Spaß, ist ganz klar" antworten.
  3. Mit den Fragen wird etwas vorausgesetzt, was zuvor durch andere Fragen hätte abgesichert werden können, im Falle von Beispiel 2 beispielsweise durch die Frage an Geißler: Stimmt es eigentlich, daß Kohl Sie als Generalsekretär loshaben will? Auf dieser Eigenschaft der geladenen Fragen beruht ihre Zuordnung zum Fehlschlußmuster der vielen Fragen, Fallacia plurium interogationum, wie es bereits Aristoteles für den Fall vorgeschlagen hat, daß man "nicht merkt, daß mehrere Fragen vorliegen und wie auf eine Frage eine Antwort gibt" (Sophistische Widerlegungen 167b. Vgl. auch Walton 1988).
  4. Obwohl die geladenen Fragen von der sprachlichen Form her harmlos aussehen, sind sie riskant für den Interviewten. Das Risiko kann deshalb nicht direkt von der Formulierung abgeleitet werden. Oder anders formuliert: Die Ladung einer Frage ist keine syntaktische oder semantische Eigenschaft, sondern eine dialogische. Dazu später mehr.

Geladene Fragen im Rahmen einer Dialogspieltheorie

Diese erste Charakterisierung geladener Fragen läßt noch einige Fragen offen. So blieb bisher ungeklärt, was es heißt, daß eine Frage unangenehm ist, warum die Übernahme einer Präsupposition schädlich sein kann, und in welcher Weise geladene Fragen in mehrere Fragen zerlegt werden sollen. Der Begriff der geladenen Fragen läßt sich in systematischer Weise präzisieren auf der Grundlage einer Dialogspieltheorie. (1)

Hier ist der Vorschlag gemacht worden, die Dialogdynamik in Form einer Buchführung zu beschreiben, die jeder Dialogteilnehmer während des Gesprächs macht. Jeder trägt in einer Art doppelten Buchführung auf das eigene Konto einerseits die Festlegungen ein, die er selbst eingegangen ist. Die Übersicht darüber hilft ihm, Widersprüche und Unverträglichkeiten in den eigenen Äußerungen zu vermeiden.

Andererseits führt jeder auch Buch über die Festlegungen, die der Partner eingegangen ist, um Widersprüche und Unverträglichkeiten in dessen Äußerungen erkennen zu können. Festlegungen spielen nun in Mediendialogen eine ganz besondere Rolle. Im Unterschied zu vielen Alltagsgesprächen zeichnen sie sich dadurch aus, daß eine interviewte öffentliche Person, z.b. ein Politiker, nicht mit einem leeren Festlegungskonto in das Gespräch eintritt, sondern dieses bereits aus früheren öffentlichen Äußerungen bestimmte Einträge aufweist. Auf diesen Festlegungseinträgen baut der Journalist seine Gesprächsführung auf. Darüberhinaus muß der Politiker sein Festlegungskonto auch über das aktuelle Interview hinaus im Auge behalten. Er wird bemüht sein, keine Eintragungen auf das Konto zu riskieren, die ihn später in seinen Handlungsmöglichkeiten einschränken könnten und im Falle der Mißachtung seine Glaubwürdigkeit kosten könnten. Festlegungskonten öffentlicher Personen sind also in weit höherem Maße kumulativ als es die Festlegungskonten im privaten Bereich sind. Daraus resultiert ein Großteil der Dynamik von Mediendialogen.

Fragehandlungen sind nun hervorragende Mittel für Eingriffe in den Festlegungshaushalt der Dialogpartner. Einerseits geht der Interviewer mit seinen Fragen selbst neue Festlegungen ein. Anderrseits kann er das Festlegungskonto des Interviewten beeinflussen, indem er dessen frühere Festlegungen aktiviert oder ihn dazu bringt, mit den Antworten neue Einträge auf sein Festlegungskonto vorzunehmen. Auf diesem Hintergrund läßt sich nun genauer sagen, was geladene Fragen eigentlich geladen macht. Eine Frage ist dann geladen, wenn mit ihr versucht wird, im Bereich der Festlegungen einen Dialogstand herzustellen, der de facto noch nicht erreicht ist. Die Ladung besteht in Präsuppositionen und Voraussetzungen, die der Fragende auf dem Festlegungskonto des Befragten unterzubringen versucht, ohne daß dieser die Buchung bereits ratifiziert hat. Ob eine Frage geladen ist, läßt sich dementsprechend nur relativ zum jeweils erreichten Dialogstand entscheiden. Hätten sich, im folgenden Beispiel (3) Kohl und Pleitgen bereits auf ein Panoramabild für den Zustand der CDU geeinigt, wäre Pleitgens Frage "Wie wollen Sie aus dieser Krise herauskommen?" eine schlichte Informationsfrage.

Beispiel 3: ARD "Im Brennpunkt", 24. April 1991
F. Pleitgen; H. Kohl (CDU)

Pleitgen:

(...) Ich bedanke mich Herr Bundeskanzler, daß Sie die Zeit finden, sich unseren Fragen zu stellen, obwohl oder weil vielleicht gerade die Zeichen für Sie nicht grade so günstig sind gegenwärtig. Die Kritik an Ihnen wächst plötzlich rapide, nicht nur in der Bevölkerung, selbst die Ihnen wohlwollende Presse schreibt Ihnen da einige deutliche Worte ins Stammbuch. In der Koalition kracht es. Die Schwesterpartei CSU mosert. In der FDP geht immer was los gegen Sie. Ihre Partei scheint völlig durchzuhängen nach dieser verheerenden Wahlniederlage in Rheinland-Pfalz. Wie wollen Sie aus dieser Krise herauskommen?

Kohl:

Also zunächst ist das natürlich ein Panorama, das ich so nicht akzeptiere, das ist ein echtes WDR-Panorama, wenn Sie das also/

Pleitgen:

aber schön deutlich und klar

Kohl:

Ja, aber net richtig, also das - um man das mal gleich zurechtzurücken - wir sind in einer schwierigen Situation, darüber kann's gar keinen Zweifel geben (...)

Das Handlungsmuster GELADENE FRAGE

Die Handlungsstruktur geladener Fragen

In der Regel sind die Fragen der Journalisten eingebettet in komlexere Beiträge, sogenannte Mehrfachzüge. Im Falle der geladenen Fragen lassen sich zwei Funktionseinheiten unterscheiden: die Frageeinleitung und die Frageformulierung. Mit der Frageeinleitung werden Behauptungen aufgestellt, die die Grundlage bilden für die abschließende Fragehandlung. Die eigentliche Frage kann in jeder Frageform formuliert werden, also als Ergänzungsfrage, Entscheidungsfrage oder Alternativfrage. Ein Verständnis, wie die Frage gemeint ist, setzt voraus, daß man den Zusammenhang sieht zwischen Frageeinleitung und Frageformulierung.

Daß es sich bei diesen zweigliedrigen Interviewfragen um ein regelhaftes Handlungsmuster in Fernsehdialogen handelt, bestätigt auch der sich anschließende Dialogverlauf. Obwohl bereits die Behauptungen der Frageeinleitung als eigenständiger Dialogbeitrag gelten könnten, ist es unüblich, daß die Interviewten bereits an der übergansrelevante Stelle zur Frageformulierung mit einer Entgegnung intervenieren. Sie warten vielmehr, bis der Beitrag mit der Fragehandlung abgeschlossen wird (vgl. Beispiel 3).

Die Tendenz zur Intervention steigt jedoch proportional mit der kommunikativen Brisanz der Fragevorbereitung. Das heißt, je expolsiver die Ladung für die Frage, desto höher die Wahrscheinlichkeit, daß der Gefragte versucht, sie vor der eigenlichen Zündung zu entschärfen. Ein Beispiel dafür ist der Dialogausschnitt in Beispiel (4).

Beispiel 4: ARD "Im Brennpunkt", 24. April 1991
F. Pleitgen; H. Kohl (CDU)

Pleitgen:

Gut, aber Heiner Geißler, Sie haben ihn abserviert als Generalsekretär...

Kohl:

Ich hab ihn nicht abserviert, das ist kein richtiger Ausdruck...

Pleitgen:

Aber, na gut, ein journalistischer Ausdruck, ok?

Kohl:

Nein, ich akzeptiere das nicht (...)

Pleitgen:

Nun, aber er hat lange geschwiegen, jetzt macht er wieder mobil, mit dem, was er sagt, beispielsweise, daß da eine Art Kulturrevolution in der CDU stattfinden muß. Ist das etwas, was Sie überflüssig finden?

Aber auch im Falle einer solchen direkten Entgegnung auf die Fragevorbereitung bestätigt sich die funktionale Geschlossenheit des komplexen Interviewerbeitrags. Die Frage wird nur storniert und dann nach Modifikation der Frageeinleitung gestellt, wodurch der Disput wieder in einen Frage-Antwort-Dialog zurückgeführt wird.

Typen geladener Fragen

Aufgrund der Festlegungen, die ein Interviewer mit seiner Frage in den Dialog einzuführen versucht kann man zwei Typen von geladenen Fragen unterscheiden:

  1. Fragen, die mit Fragevoraussetzungen, auch Präsuppositionen genannt, geladen sind.
  2. Fragen die mit Beantwortungsvoraussetzungen geladen sind.

Dieser Unterschied wird deutlich, wenn man die Entgegnungen von Kohl und Geißler in den Beispielen 1 und 2 vergleicht: Während Geißler die Fragevoraussetzungen von Schröder als "Unterstellungen" zurückweist, formuliert Kohl in seiner Replik auf Lueg die Beantwortungserwartung, die er in dessen Fragestellung zu erkennen glaubt: "das mag sein, daß sie das gerne so hätten".

Die Tendenz einer Frage kann also in zwei Richtungen weisen: in die dialogische Vorgeschichte und in die dialogische Zukunft. Fragehandlungen sind deshalb auf zweierlei Weise strategische Mittel der Dialogsteuerung: Man kann durch die Fragevoraussetzungen einen Dialogstand simulieren und man kann durch die Beantwortungsvoraussetzungen den Spielraum der Dialogfortsetzung eingrenzen. Beantwortungsvoraussetzungen kann der Fragende deshalb machen, weil er sich meistens nicht im epistemologischen Urzustand der vollkommenen Unwissenheit befindet, wie es verschiedene Fragetheorien voraussetzen. Vielmehr hat der Fragende meistens Annahmen über mögliche Antworten, wobei das Spektrum von vagen Mutmaßungen bis zum gesicherten Wissen reicht. Die Beantwortungsvoraussetzungen lassen sich in zwei Gruppen einteilen:
(a) in die Annahmen, wie die Frage zu beantworten ist, die sogenannte Antwortevidenz, und
(b) in die Annahme, wie der Gefragte antworten wird, die sogenannte Antwortpräferenz.

Da die Interview- und Dialogforschung bisher ihren Schwerpunkt auf die mit Fragevoraussetzungen geladenen Fragen gelegt hat, möchte ich im folgenden die Funktionsweise von solchen Fragen illustrieren, die mit Beantwortungsvoraussetzungen geladen sind.

In Beispiel 1 formuliert Kohl nicht nur eine Beantwortungserwartung, eine Antwortpräferenz, die er in der Fragestellungs Luegs sieht, sondern auch die daraus resultierende Einschränkung seiner dialogischen Möglichkeiten: "Wir sind ja hier um unsere Meinung zu sagen, und nicht um abgefragt zu werden." Das von ihm angeführte Gegenstück zum schulischen Abfragedialog enthüllt darüber hinaus in schöner Deutlichkeit die Erwartungshaltung eines Politikers, der den Journalisten allerhöchstens noch als Stichwortgeber benötigt und akzeptiert. Luegs Frage zeigt auch ein Verhältnis zwischen Antwortevidenz und Antwortpräferenz wie es für geladene Fragen typisch ist: Es wird eine Beantwortung nahegelegt, die mit der angenommenen Antwortpräferenz des Gefragten unverträglich ist.

In Beispiel 5 erzeugt Herles mit seiner geladenen Entscheidungsfrage ein Beantwortungsdilemma für Baum: Aufgrund der Frageeinleitung entsteht die Erwartung, daß die Frage, ob Baum für die FDP sprechen kann, eher mit nein zu beantworten wäre. Allerdings ist Baum in die Politikerrunde ja gerade als Vertreter der FDP eingeladen, wodurch die Nein-Antwort natürlich verbaut ist, seine Präferenz also auf der Ja-Antwort liegen müßte. Baum sieht dieses Beantwortungs-Dilemma, formuliert es ("Eine provozierende Frage") und löst es dann auf, nachdem er die Werbung für seine Partei untergebracht hat.

Beispiel 5: ZDF-Hearing Innen- und Umweltpolitik, 11. Dezember 1986
Journalisten: Bresser, Herles, Beckert; Wallmann (CDU); Vogel (SPD); Baum (F.D.P.); Zimmermann (CSU); Dithfurt (GRÜNE)

Herles:

Herr Baum, ihre Fraktion hat letzte Woche die Anti-Terrorgesetze mit gebilligt. Sie und zwei Ihrer Fraktionskollegen haben sich der Stimme enthalten. Können Sie heute überhaupt hier für die FDP in dieser Frage sprechen?

Baumann:

Eine provozierende Frage. Natürlich kann ich für die FDP sprechen. Die FDP hat sich immer als Rechtsstaatspartei verstanden auch nach der Wende und das zeigen die Parteitage in diesem Jahr sehr deutlich und das zeigt im übrigen auch die Debatte über den Kronzeugen. Und ich bin ein bißchen stolz darauf, daß der Bayernkurrier die Wende in der Innenpolitik anmahnt. Er hat recht, sie ist nicht eingetreten und das ist die Meinung der gesammten Partei. Im übrigen habe ich Bedenken zu einem Gesetz gehabt und das ist in einer liberalen Partei nichts Schlimmes, wir sind keine stromlinienförmige Partei.

Das Beispiel zeigt auch, wie durch die Frageeinleitung Entscheidungsfragen zu sogenannten Fokusfragen werden. Während bei Entscheidungsfragen Ja- oder Nein-Antworten dialogisch akzeptable Möglichkeiten darstellen, sind sie es bei Fokusfragen eben nicht. Dementsprechend beläßt es Baum nicht bei der Antwort "Natürlich kann ich für die FDP sprechen", sondern greift den Fokus der Frage, der auf dem "Sie", mit dem er angesprochen wird liegt, auf. Sein Entgegnungsteil "Im übrigen habe ich Bedenken zu einem Gesetz gehabt" ist die Beantwortung der in der fokussierten Entscheidungsfrage steckende Warum-Frage, "Warum können sie für die FDP sprechen?".

Baum wählt in seiner Entgegnung eine Doppelstrategie, mit der er gleichzeitig auf die Antwortvoraussetzung und die Frage eingeht. Er beugt damit weiterem Nachfragen und Nachhaken des Journalisten vor, wie es im Dialogausschnitt 1 Lueg gegenüber Kohl praktiziert, weil dieser der gestellten Frage asuweicht. Solche insistierenden Interventionen der Journalisten gehören ebenso zum typischen Verlaufsmuster von Interviews mit geladenen Fragen, wie der zeitweilige Umschlag in einen Behauptung-Gegenbehauptungs-Dialog.

Beispiel 6: ARD "Farbe bekennen, Oskar Lafontaine", 12. November 1990
Journalisten: F. Pleitgen, H.K. Mertes; O. Lafontaine (SPD)

Mertes:

Herr Lafontaine, sie sind ein ungewöhnlich erfolgreicher Politiker. Sie haben alle ihre Wahlen gewonnen. Warum soll das nicht am 2. Dezember auch so sein?

Lafontaine:

Wir werden es sehen.

Mertes:

Aber dann wären Sie aufgeschmissen, denn sie haben keine Mannschaft.

Positive Ladungen können als Köder für erwünschte Antworten genutzt werden. Antwortevidenz und unterstellte Antwortpräferenz - nämlich daß Lafontaine die Wahl gewinnt - fallen hier zusammen. Die Anschlußfrage Mertes "Aber dann wären sie aufgeschmissen, denn sie haben keine Mannschaft" zeigt, daß er mit einer postiven Antwort der Form "natürlich soll das so sein" rechnet. Lafontaine scheint die Absicht zu erkennen und antwortet ausweichend, was allerdings Mertes nicht davon abhält, so zu tun als hätte er die gewünschte zustimmende Antwort erhalten.

Äußerungsformen geladener Fragen

Ich möchte noch auf einige sprachliche Mittel für die Gestaltung geladener Fragen eingehen. Sie sind gute Beispiele für den engen Zusammenhang zwischen Äußerungsform und Äußerungsfunktion. Das gilt für die Verknüpfungsmittel, die den Zusammenhang zwischen Frageeinleitung und Frageformulierung markieren, und die fast standardmäßig verwendeten Fragepartikeln. Sind die beiden Funktionseinheiten nicht syntaktisch über eine Attributkonstruktion integriert, wie es in der Frage Schröders in Beispiel 2 der Fall ist, kann die Verknüpfung durch Proformen, verweisende Kennzeichnungen, Partikeln, oder Wiederaufnahmeformulierungen markiert sein. Anaphorischen Verknüpfungen über Pro-Formen finden sich in den Interview-fragen der Beispiele 3 und 4.

Zum typischen Ausdrucksinventar für geladene Fragen gehören auch Partikeln wie nicht, doch, etwa, denn, eigentlich, also die sogenannten Abtönungspartikeln (vgl. die Beispiele 1, 2, 5 und 6). In der neueren Partikelforschung wurde ihnen neben anderen auch die Funktion zugeschrieben, Äußerungen im konversationellen Kontext zu verankern, allerdings ohne daß genauer angegeben wurde, wie die Partikeln das leisten. Mit Hilfe des eingeführten Beschreibungsinstrumentariums läßt sich diese Leistung der Partikeln für Frage-Antwort-Dialoge genauer angeben: Mit Partikeln kann man signalisieren, in welcher Weise eine Fragen als geladene auf den jeweiligen Dialogstand bezogen ist. (2) Entsprechend den beiden Richtungen der Dialogeinbettung, rück- und vorverweisend, lassen sich die Partikeln in zwei Gruppen einteilen:

  1. Partikeln, die anzeigen, daß das gemeinsame Wissen für eine bestimmte Antwort spricht. Zu dieser Gruppe gehören die Partikeln nicht, schon, doch (unbetont) und noch.
  2. Partikeln, die signalisieren, daß Fragevoraussetzungen und erwartete Antwort unverträglich sind. Zu dieser Gruppe rückwärtsorientierter Partikeln gehören eigentlich, überhaupt, etwa und denn.

Die beiden Partikelgruppen entsprechen den unterschiedlichen Typen von geladenen Fragen. Man kann deshalb grob sagen, daß es Partikeln gibt, die signalisieren, daß eine Frage mit Fragevoraussetzungen aufgeladen ist, und solche, die signalisieren, daß eine Frage mit Beantwortungsvoraussetzungen geladen ist. Eine detaillierte Beschreibung der Partikelbedeutung müßte noch andere dialogische Parameter berücksichtigen, wie z.B. die Stellung der Frage im Dialogverlauf oder die Beantwortungspräferenzen des Fragenden. Bedeutungstheoretisch folgt aus diesen Beschreibungen, daß Partikeln weder propositionale noch illokutionäre Funktion haben, sondern dialogorganisierende. Sie können verwendet werden, um einen bestimmten Dialogstand hinsichtlich gemeinsamem Wissen und vorausgesetzten Festlegungen zu signalisieren. (3)

Geladene Frage und institutionelle Bedingungen von Mediendialogen

Als institutionelle Form der Kommunikation sind Medieninterviews spezifischen Bedingungen unterworfen. Medieninterviews sind öffentliche Dialoge, deren Beiträge an verschiedene Adressatengruppen gleichzeitig gerichtet sein können: an die direkten Dialogpartner, die Zuschauer oder sogar an ein Studiopublikum. Medieninterviews sind Dialoge mit verteilten Rollen und vorab festgelegten Handlungsmöglichkeiten. Als Informationssendungen gelten für sie die berichtspezifischen Prinzipien, relevante, informative, verständliche und korrekte Informationen zu verbreiten. Damit diese Prinzipien überhaupt eingehalten werden können, muß der Interviewer auch das Neutralitätsprinzip berücksichtigen (vgl. Clayman 1988). Nur wenn er selbst dem Interviewten gegenüber neutral bleibt und nicht selbst Partei wird, kann er erwarten, daß dieser das Informierenspiel nach den genannten Prinzipien mitspielt. Politische Medieninterviews sind im Prinzip kompetitive Dialoge. Selbst in Experteninterviews, erst Recht natürlich in Politiker-Interviews, sind die Interviewten keine Beantwortungsautomaten, sondern verfolgen mit ihren Antworten eigene informationspolitische Zwecke, wie die Imagepflege der eigenen Person, der vertretenen Gruppe, der eigenen Partei. Aus den genannten Bedingungen ergeben sich für die Dialogpartner jeweils unterschiedliche Dialogdilemmata: (4)

Die Journalisten müssen in ihrer Dialogführung einerseits Neutralität wahren, andererseits aber auch offensiv genug sein, um den Befragten gegenüber die berichspezifischen Grundsätze durchzusetzen. Dabei müssen sie mögliche Interessen sowie den Kenntnisstand der Zuschauer berücksichtigen und sind weitestgehend and das Handlungsmuster FRAGEN gebunden. Die Befragten dagegen stehen vor dem Problem, sich einerseits vor dem Publikum kooperativ zu zeigen und anderseits die eigenen Zielsetzungen zu berücksichtigen. Auch sie sind dabei auf die Nutzung eines bestimmten Handlungsmuster, das ANTWORTEN, festgelegt. Geladene Fragen sind aus der Perspektive der Journalisten ein ideales Mittel um ihr Dialogdilemma aufzulösen und das des Interviewpartners zu verschärfen.

  1. Da in geladenen Frage trotz Behauptungsbestandteilen die Frageform dominiert, macht der Interviewer mit ihnen deutlich, daß er einerseits nicht aus seiner Dialogrolle fällt, d.h. im Interesse der Zuschauer und nicht im eigenen handelt. Er demonstriert gewissermaßen formale Neutralität. Gleichzeitig legt er damit den Interviewten auf das Handlungsmuster ANTWORTEN fest. Kohls Replik auf Lueg in 1 ist auch so zu verstehen, daß der Kanzler diesen begrenzten Spielraum in Richtung WÄHLERANSPRACHE erweitern möchte.  
  2. Durch die mit der Frage eingeführten Frage- und Beantwortungsvoraussetzungen, also mit ihrer Ladung, begrenzt er den Entgegnungsspielraum des Interviewten. Will dieser nicht in Kauf nehmen, daß diese Voraussetzungen auf seinem Festlegungskonto verbucht werden, muß er sie bearbeiten, d.h. zurückweisen, korrigieren oder abschwächen.  
  3. Geladene Fragen verschaffen dem Interviewer einen sicheren strategischen Vorteil: Geht der Befragte auf die für ihn unakzeptable Voraussetzung ein, kann er ihm ausweichendes oder irrelevantes Handeln vorhalten. Beantwortet er aber nur die Frage, hat der Fragende seine Voraussetzungen durchgebracht. Für den Befragten entsteht dadurch ein Entgegnungsdilemma das seinen Zielkonflikt zwischen Eigeninteresse (Selbstdarstellung) und Kooperation verschärft. Er muß deshalb auf jeden Fall eine Doppelstrategie finden: Er kann die problematische Voraussetzung nicht durchlassen und muß gleichzeitig die Frage beantworten oder zumindest den Anschein einer Beantwortung erwecken, um nicht unkooperativ zu wirken (vgl. Beispiel 5).  
  4. Geladene Fragen sind aber auch für den Interviewer eine riskante Handlungsvariante weil sie die Frage-Antwort-Kommunikation in eine Behauptung-Gegenbehauptungs-Kommunikation umschlagen lassen können, in der der Interviewer dann selbst Partei wird. Um diesem Übergang in ein anderes Dialogspiel vorzubeugen, kann der Interviewer verschiedene neutralitätssichernde Maßnahmen in seine Fragen einbauen: Er kann die in der Frageeinleitung aufgestellte Behauptung zitieren, sie aus früheren Äußerungen des Interviewten ableiten, oder sie als allgemein akzeptiert ausgeben ("Es ist ja bekannt.."). Dadurch erscheint der Interviewer nicht als Autor dieser Auffassungen, sondern er bleibt der Animateur, der sich dieser Auffassungen bedient, um den Interviewten aus der Reserve zu locken. Tritt er dagegen selbst als Autor der Frageeinleitung auf, kann er die Ladung der Frage durch Abschwächungsverfahren entschärfen. Er kann seine Behautung als subjektiv einstufen oder er kann der Tendenzfrage die Spitze nehmen, indem er sie als solche ankündigt.

Beispiel 7: ARD: "Farbe bekennen, Herr Engholm", 29. Mai 1991
Journalisten: W.v. Sternburg, E. Elitz; B. Enholm (SPD)

Sternburger:

Jetzt bin ich mal gemein und frage Sie: Warum soll man denn eigentlich SPD wählen, wenn ich an diese Probleme denke. Die CDU hat doch ohnehin Vieles von dem übernommen, was Sie schon lange gefordert haben?

Natürlich ist derjenige, der ganz offen die Rolle des Gemeinen spielt, schon nicht mehr so gemein. Daß geladene Fragen trotz Risiko funktionieren, deutet darauf hin, daß in Politikerinterviews so etwas wie ein Provokationsprinzip im Dienste der Zuschauerinformation akzeptiert ist. Schröders Frage an Geißler in Beispiel 2 führt gerade deshalb zu einer Eskalation der Dialogdynamik - zu einer Art Simultangespräch, das eigentlich nur noch im Zweikanal-Stereo-Ton akustisch verstehbar war - weil geladenen Fragen in Gesprächen zwischen Politikern eben nicht als akzeptierte Provokation im Dienste der Zuhörer gelten, sondern eine Imageschädigung, eine Herausforderung darstellen. Die Entwicklung von Sendungskonzepten bei den privaten Programmanbietern deutet daraufhin, daß dort das Provokationsprinzip die informationsspezifischen Prinzipien zu dominieren beginnt. Das Ergebnis sind dann kommunikativen Action-Sendungen wie der "heiße Stuhl" bei RTL. Im Vordergrund steht hier nicht mehr die Themenbehandlung, sondern die Sensation des zugespitzten Live-Konflikts.

Zwei Betrachtungsweisen

In der Analyse politischer Medienkommunikation lassen sich zwei grundlegende Betrachungsweisen unterscheiden. Die eine sieht Medienkommunikation als Inszenierungen von Kommunikationsformen aus anderen Bereichen beispielsweise aus der Alltagskommunikation, dem Gericht, oder dem Bereich der Wissenschaft. (vgl. Holly u.a. 1986). Analysen aus diesem Blickwinkel sind durchzogen von einem medienkritischen Unterton, daß die geborgten Kommunikationsformen zu einem Ettikettenschwindel mißbraucht werden. Die andere Betrachtungsweise versteht Medienkommunikation als eine Form institutioneller Kommunikation, mit einer eigene Relaität. (vgl. Burger 1991) Die geladenen Fragen sprechen für die letztere der beiden Auffassungen. In ihnen zeigt sich diese medienspezififsche Dialogrealität. Ich glaube auch, daß diese Sichtweise der Rezeption des nicht-professionellen Fernsehzuschauers entspricht. Er käme, so vermute ich, nicht auf die Idee, Fernsehdiskussionen für irgendwie nicht ganz richtige Diskusssion zu halten. Er weiß, was gespielt wird. Die institutionelle Betrachtungsweise verzichtet jedoch nicht auf Medienkritik, auch wenn für die Beschreibung zunächst die verstehende Innenperspektive gewählt wird. Sie hält allerdings eine Fernsehdiskussion ein Fernsehinterview nicht deshalb für manipulativ, weil sie keine richtige Diskussion oder kein richtiger Frage-Antwort-Dialog sind, sondern weil die öffentliche Aufgabe, der die Medien verpflichtet sind, unzureichend gelöst wird.

Anmerkungen

(1) Grundlagen einer Dialogspieltheorie sind beschreiben in Carlson 1983, Lewis 1979 und Fritz 1989. Eine Anwendung auf Frage-Antwort-Dialoge findet sich in Bucher 1992a. zurück zum Beitrag

(2) Ähnliche Redeweisen wie "anzeigen", "indizieren" finden sich in gebrauchstheoretischen Bedeutungsbeschreibung bei Carlson 1984 ("mark", "index") Strawson 1952 ("signalize") oder Blakemore 1987 ("indicate"). zurück zum Beitrag

(3) Verschiedener Typen von Partikelnbeschreibungen werden kritisch diskutiert in Heringer 1988. zurück zum Beitrag

(4) Der Zusammenhang von medienspezifischen Kommunikationsbedingungen, Dialogstrategien und Dialogdilemmata ist ausführlicher beschrieben in Bucher 1992b, Abschnitt 4. zurück zum Beitrag

Literatur

Blakemore, D. (1987): Semantic constraints on relevance. Oxford, New York.
Blum-Kulka, S. (1983): The dynamics of political interviews. In: Text 3, 131-153.
Bucher, H,-J. (1992a): Frage-Antwort-Dialoge. In: Fritz, G./Hundsnurscher F. (Hg.): Handbuch der Dialoganalyse, Tübingen.
Bucher, H.-J. (1992b): Dialoganalyse und Medienkommunikation. In: Fritz, G./Hundsnurscher F. (Hg.): Handbuch der Dialoganalyse, Tübingen 1992.
Burger, H. (1991): Das Gespräch in den Massenmedien. Berlin, New York.
Carlson, L. (1983): Dialogue games. An approach to discourse analysis. Dordrecht 1983.
Carlson, L. (1984): "Well"in dialogue games. A discorse analysis of the interjection "well" in realized conversation. Amsterdam/Philadelphia 1984.
Claymann, S.E. (1988): Displaying neutrality in television news interviews. In: Social Problems Vol. 35, No. 4, 474-492.
Fritz, G. (1989): Zur Beschreibung der Dialogdynamik, Plädoyer für eine kommunikatkonshistorische Betrachtungsweise. In: Weigand, E./Hundsnurscher, F.: Dialoganalyse II. Tübingen, 19-32.
Heringer H.J. (1988): Ja, ja, die Partikeln! Können wir Partikelbedeutungen prototypisch erfassen? In: Zeitschr. Phon. Sprachwiss. Kommunikationsforschung 6, 730 - 754.
Holly, W./Kühn, P./Püschel, U. (1986): Politische Fernsehdiskussionen. Zur medienspezifischen Inszenierung von Propaganda als Diskussion. Tübingen.
Lewis, D. (1979): Scorekeeping in a language game. In: Journal of Philosophical Logic 8, 339-359.
Rehbock, H. (1985): Herausfordernde Fragen. Zur Dialogrhetorik von Entscheidungsfragen. In: Sucharowski (Hrsg): Gesprächsforschung im Vergleich. Tübingen, 177-227.
Strawson, P.F. (1952): Introduction to logical theory, London / New York.
Walton, D.N. (1988): Question-asking fallacies. In: Meyer, M. (ed): Questions and questioning. Berlin / New York, 195-221.

Quelle

Bucher, Hans-Jürgen 1993: Geladene Fragen. Zur Dialoganalyse in Fernsehinterviews mit Politikern. In: Löffler, Heinrich von (Ed.), Dialoganalyse IV. Arbeitstagung Basel 1992, Teil 2. 97-107. Tübingen.

Über den Autor Hans-Jürgen Bucher

Hans-Jürgen Bucher ist Professor an der Universität Trier. Seine Schwerpunkte sind: Mediensprache und Medienkommunikation, Produktions- und Produktanalyse, Print- und Online-Journalismus, Medienrezeption, Theorien der Medienwissenschaft, Theorien des Journalismus, empirische Methoden der Medienforschung, Visualisierung und Verständlichkeit, Mediengeschichte, Medienkritik, Textdesign, Wissensvermittlung in hypermedialen, non-linearen Kommunikationsformen.

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